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Deutsche Botschaft Kairo
Ort: Cairo, Egypt
Status: Wettbewerb, 2. Phase
Nutzung: Botschaft und Residenz
BGF: 5.500 m²
Tragwerk: Beton
Tragwerksplaner: Werner Sobek Engineering
Nachhaltigkeit: WS Green Technologies
Landschaftsarchitekt: Breimann & Bruun

Der Entwurf der Deutschen Botschaft Kairo ist von einem starken Nachhaltigkeitsgedanken geprägt. Dabei werden eine moderne, klare Formensprache mit deutschen Nachhaltigkeitsstandards und Prinzipien traditioneller ägyptischer Architektur zu einem umfassenden Ganzen vereint. Auf die klimatischen Gegebenheiten reagiert der Entwurf mit einer zeitgenössischen Interpretation traditionell angewandter passiver Klimatechniken. So werden das Gebäude durchdringende vertikale und horizontale Höfe als Windpassagen und eine tiefe, Schatten spendende Fassade, die den Prinzipien eines traditionellen Schattengitters folgt, zu entwurfsprägenden, gestalterischen und nachhaltigen Elementen.

Die Neu-Interpretation des Schattengitters und der Nutzbarmachung der Kühlfunktion des Windes hat jedoch nicht nur klimatische Bedeutung. Das Schattengitter übernimmt in Form eines räumlichen Betongitters die Funktion einer alles vereinenden Hülle. Es entsteht eine Fassade, die sensibel auf örtliche Gegebenheiten reagiert. Wie ein Filter schützt sie die Botschaft als Stadt in der Stadt, ohne sich von dieser komplett abzuwenden. Es entstehen unterschiedliche Grade der Öffentlichkeit und des Schutzes. Je nach Blickwinkel und Lichtsituation zeigt die tiefe, schattige Fassade ein anderes Bild. Sie filtert auch das Licht, das diffus in die Innenhöfe fällt.

In ihrem räumlichen Zusammenspiel aus vertikalen und horizontalen Höfen prägen die Windpassagen das innere Gefüge der Botschaft. Sie gliedern die Grundrisse und bieten zahlreiche Orte des Zusammentreffens und des Aufenthaltes für die Mitarbeiter. Sie erlauben Sichtbeziehungen über die Geschosse hinweg und haben somit eine trennende und zugleich verbindende Funktion. Die vertikalen Höfe bringen diffuses Licht in das Gebäudeinnere und tragen so zu einer angenehmen Stimmung auch auf den Flurbereichen bei. Sie verbinden die horizontalen Höfe miteinander, die auf jedem Geschoss in einer anderen Richtung an die Fassade stoßen.