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Hotel Facade Reeperbahn
Site: Hamburg
Project Status: Competition, 1. Prize
Main Use: Hotel
Cost Control: Prof. Ulrich Vetter

In der Nachbarschaft des Hotelneubaus - für den im Rahmen eines Workshopverfahrens nur die Fassaden auf Grundlage einer gegebenen Vorplanung zu entwerfen waren - sind die Gründerzeitbauten größtenteils erhalten geblieben. Deren Fassaden kennzeichnen sich durch eine geschossweise, horizontale Gliederung und starke Plastizität.
Diese horizontale Gliederung der Nachbargebäude nimmt der Fassadenentwurf durch ein Einfügen horizontaler Sichtbeton-Bänder zwischen den Geschossen auf. Die Stadtraum prägende Plastizität der historischen Stuckfassaden findet ihre Antwort in einer geometrischen Differenzierung unterschiedlich geneigter Fassadenflächen. Durch die versetzten Neigungen in der Fassade entstehen Vor- und Rücksprünge, deren Schattenwurf die Plastizität der Fassade betont.

Die unterschiedlichen Neigungen der Fassadenflächen entstehen durch Anschrägen einer sehr starken und damit energetisch hoch wirksamen Dämmschicht. Die Tragschicht der Außenwände und auch die Fensterflächen bleiben lotrecht, es entstehen tiefe Leibungen, die die Plastizität der Fassade weiter unterstützen.

Während das konstruktive System für sämtliche Fassadenflächen gleich ist, wird der ehemaligen, kleinteiligeren Parzellierung des Grundstücks auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt durch eine Differenzierung der Fassadengeometrien Rechnung getragen. So zeigen sich an der Südfassade zur Reeperbahn drei unterschiedliche Fassadengeometrien, die durch unterschiedliche Neigungswinkel entstehen.
Der direkt an die westliche Nachbarbebauung anschließende Fassadenbereich an der Reeperbahn zeigt mit nur geringen Neigungen eine leichte Faltung, während der (in der Vorplanung) als Risalit in Erscheinung tretende mittlere Fassadenbereich durch stärkere Vor-und Rücksprünge plastischer hervortritt. Die zur Straßenecke an der Hein-Hoyer-Straße gezackte Fassadengeometrie fasst die Fassadenfläche an der Ecke ein, so dass aus der Geometrie der Fassadenflächen eine Rahmung der hier zu verortenden Medienfassade entsteht.
Die gleichen Fassadengeometrien finden ihre entsprechende Anwendung an den Fassaden zur Hein-Hoyer-Straße.
Die Fassaden des Attika-Geschoss zeigen eine weitere, eigene Geometrie.

Sämtliche Fassaden erhalten eine Oberfläche in Kalk-Glattputz, die sich in hellen blau-grauen Farbnuancen in die Farbigkeit der umgebenden Bebauung einpasst. Die unterschiedlichen Teilbereiche der Fassaden mit ihren unterschiedlichen Geometrien werden durch unterschiedliche Farbnuancen (im gleichen hellen blau-grauen Grundton) weiter differenziert.